News

Rostock
Evangelische Akademie der Nordkirche

VAKANT

Ausstellung vom 18. Oktober 2017 bis 3. Mai 2018
Eröffnung: 18. Oktober 2017, 18 Uhr

 

Galerie Hartwich

SURF

Ausstellung vom 17. 6. bis 27. 8. 2017
Eröffnung: 16. Juni  20 Uhr

 

Felix
HYBRID

Ausstellung vom 11. Februar bis 16. April 2017
Eröffnung: 11. Februar 10.30 Uhr

Könizstrasse 161, 3097 Liebefeld, Bern
(vor den Vidmarhallen)

 

Ironie des Faktischen
Zur Serie Hybrid von Klaus Walter

Es könnte sein, dass das, was scheint, auch so ist. Oder: dass das, was ist, nur so scheint. Die beiden Sätze zielen auf eine Ironie des Faktischen, wobei „Ironie“ im ursprünglichen Wortsinn zuerst einmal „Vortäuschung“ bedeutet; hinzu kommt die romantische Ironie, die darin besteht, dass das Kunstwerk sich in sich selbst reflektiert und das eben auch merkbar macht. Beides ist bei den vier Felix-Bildern von Klaus Walter (* 1964 in Glauchau/Sachsen). Wer auf diese Bilder schaut, sieht Bekanntes und kann, sich umblickend, dieses Bekannte – neue Gebäude in der Umgebung der Vidmarhallen, den Grenzbach zwischen den Gemeinden Bern und Köniz – auch gleich verifizieren. Bald aber schleicht sich Irritation ein. Der Blick zurück auf Walters Bilder zeigt Fremdes inmitten des Bekannten, Gebäude, die hier gar nicht stehen, nicht stehen können, selbst wenn die Bilder das überzeugend suggerieren. Die Bilder oder vielmehr ihre Ästhetik und Technik helfen auf die Spur. Da sind auf den eindeutig als fotografische Vorlagen identifizierbaren Blättern Verwischungen, da sind Striche von Blei- oder Farbstiften. Das sind also keine Abbilder des Ortes. Es sind neu komponierte städtische Orte und Räume.

Die drei Hochhäuser auf einem der vier Bilder: eindeutig Hochhäuser in Bern. Ein anderes Hochhaus jedoch ist hier, am Standort des langjährigen Kunstprojekts Felix von Alain Jenzer, nirgends zu sichten – schliesslich steht es, das kann man nicht wissen, im Osten Berlins, auf dem Gebiet der ehemaligen Hauptstadt der DDR (Walter hat die DDR hautnah erlebt). So überwindet der Künstler Grenzen, Grenzen der Orte und der Zeiten. Er versetzt montageartig Gebäude aus Ostberlin und anderen Orten Ostdeutschlands nach Bern und Köniz: den Wald von Fahnenmasten vor dem Eingangsbereich des ehemaligen Stasi-Hauptgebäudes, ein gross angelegtes, abgewracktes Sporthotel ebenso wie die mit einer ornamentalen Betonwand verzierte Polizeizentrale von Walters Heimatstadt Zwickau. Andernorts tauchen Monumente auf, und das in der Schweiz, wo die Tradition des Denkmals seit Jahren abgebrochen ist. Diese Elemente wiederum stammen aus Ex-Jugoslawien. In beiden Fällen: sozialistische Architektur in der kapitalistischen Schweiz, und zwar ironischerweise an einem Ort, dessen längstes, markantestes Gebäude an der Hardeggerstrasse steht und damit ebenfalls an sozialistische Ideen erinnert, freilich nicht an kleinbürgerlich-preussisch-stalinistische wie jene der DDR, sondern an Margarethe Hardegger (1882-1963), Syndikalistin, Frauenrechtlerin, Begründerin einer utopischen, schliesslich gescheiterten Kommune im Tessin.

Inhaltlich und architekturhistorisch verweist Klaus Walter mit seinen neuen Stadträumen auf eine Kontinuität, die selten wahrgenommen wird: auf das parallele Fortleben der Moderne in Ost und West. Dazu gehören auch die Plattenbauten, die das Klischee-Bewusstsein nur im sozialistischen Osten verortet, dabei geflissentlich negierend, dass manche Siedlung in Bern-West, also in Bümpliz und Bethlehem, ebenfalls als Plattenbauten konstruiert ist.

Ästhetisch steht Klaus Walter in der Tradition der Montage, also der Neukombination und –komposition der Wirklichkeit. Er hat die Montagetechnik jedoch durch die Verbindung von Fotografie und Zeichnung verfeinert, nicht im Sinne des Illusionismus, eher im Sinn der raffinierten Irritation, die sich aus dem „Einbau“ von Bauten in eine völlig neue Umgebung, aus dem feinen hybriden Charakter der Bilder ergibt. Wie Walter selbst sagt, sieht er diese Zeichnungsarbeiten in der Nachfolge klassischer Architekturansichten, von Veduten wie jene eines Giovanni Battista Piranesi (1720-1778), der ja auch Repräsentationsbauten wiedergab, diese teils perspektivisch überhöhte und dabei eine wirksame Ästhetik der (antiken) Ruine formulierte. Walters Gebäude aus dem Osten gelten zu Recht teils inzwischen als Baudenkmäler, in jedem Falle sind es Reste einer jüngst vergangenen Zeit, die ihre Prägungen hinterlassen hat und die in der Architektur noch weiterrottet. Und nun unvermittelt in Bern-Köniz auftaucht.

Konrad Tobler

 

Kunst bei InterSearch

MATTHIAS KANTER / MIKE STRAUCH / KLAUS WALTER
Ausstellung vom 17. November 2016 bis 12. Januar 2017
Eröffnung: 17. November 19 Uhr

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Öffnungszeiten: Mo – Fr  10 – 18 Uhr
InterSearch Executive Consultants, Bergstraße 11, 20095 Hamburg

 

PROVINZIAL Versicherungen Kiel

PROJEKTION
Klaus Walter – Malerei

Ausstellung vom 1. Juli bis 29. Juli 2016
Eröffnung: 1. Juli 18 Uhr

bild einladung

Öffnungszeiten: Mo – Fr  10 – 18 Uhr
Provinzial Hauptverwaltung, Sophienblatt 33, 24114 Kiel

 

Galerie Hartwich

THORALF KNOBLOCH
JAN MUCHE
KLAUS WALTER

Ausstellung vom 21. 5. bis 3. 7. 2016
Eröffnung: 20. Mai 2016 20 Uhr

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Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Neuzugänge des Kunstfonds aus den Förderankäufen der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen 2015
Eine Ausstellung des Kunstfonds im Labor Güntzstraße 34

Ausstellung vom 10. März bis 24. April 2016
Eröffnung: 8. März 2016, 19 Uhr

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Radike / Kittelmann  Bad Doberan

ERSTER ANSTRICH  – group show –
Pre-Opening: 12. Februar 2016

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Kunsthalle Rostock

19. Dezember 2015
Preisverleihung Rostocker Kunstpreis 2015 für Malerei
Preisträger: Klaus Walter

 

Kunsthalle Rostock

Rostocker Kunstpreis 2015  – Malerei –

Ausstellung der fünf nominierten Künstler
Ausstellung vom 29. November 2015 bis 31. Januar 2016
Eröffnung: 28. November 2015, 19 Uhr

kunstpreis

 

Kunst + Kulturverein Alte Schule Baruth
ORTSUMGEHUNG

Ausstellung vom 6. September. bis 4. Oktober 2015
Eröffnung: 6. September 2015, 13 Uhr

Mail-Anhang
Thomas Bernstein . Roland Boden . Tina Born . Nora Fuchs . Oliver Gather . Josefine Günschel . Birgit Hampel . Inges Idee . Ulrich Jansen . Steve Johnson . Gisela Kleinlein . Carmen Luippold + Josef Herz . Martin Pfahler . Ute Ringel + Wolfgang Schlegel . Susanne Rosin . Andreas Sachsenmaier . Klaus Walter . Heinrich Weid . Barbara Wille .

 

Spinnerei Leipzig, Halle 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst
WIN / WIN
die diesjährigen Ankäufe der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen

Ausstellung vom 12. bis 21. Juni 2015
Eröffnung:  Freitag, 12. 06. 2015, 19 Uhr

win-win

Manuel Frolik, Ya-Wen Fu, Jana Gunstheimer, Franziska Güttler, Caroline Hake, Margret Hoppe, Susanne Keichel, Marco Miersch, Martin Paul Müller, Henrike Naumann, Sebastian Nebe, Jirka Pfahl, Martin Reich, Marten Schech, Christian Schellenberger, Juliane Schmidt, Stefanie Schroeder, Birgit Schuh, Andreas Schulze, Robert Schwark, Jakub Simcik, Andrzej Steinbach, Thomas Taube, Clemens von Wedemeyer, Klaus Walter, Angelika Waniek, Georg Weißbach

 

Galerie Hartwich
HGB 96 / 92 / 90 / 89 / 89

Ausstellung vom 18. April bis 22. Juni 2014
Eröffnung: 18. April 20 Uhr

leipzig hartwich

 

CAIRO – BERLIN

Ausstellung vom 30. November bis 8. Dezember 2013
Eröffnung: 30. November 19 Uhr

bc-f-net